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Kinderwunschgeschichte Alva K.

„Man denkt, man hat noch ewig Zeit – bis einem klar wird, dass das vielleicht nicht stimmt.“

Der Wunsch nach einem Kind entsteht oft nicht von heute auf morgen. Er wächst langsam, reift mit dem Leben und ist für viele Frauen nicht an einen bestimmten Zeitpunkt oder eine feste Partnerschaft gebunden. Doch was, wenn die biologische Uhr tickt, während das Leben noch andere Pläne hat? Social Freezing kann in solchen Momenten eine Möglichkeit sein, sich Zeit zu verschaffen – ohne sich unter Druck setzen zu müssen. So war es auch bei Alva K., die sich früh für diesen Weg entschieden hat – und Jahre später froh war, auf diese Option zurückgreifen zu können.

Alva K.: Ich war Anfang 30, als viele in meinem Umfeld anfingen, Familien zu gründen. Ich hingegen war beruflich viel unterwegs, habe Projekte geleitet, Teams aufgebaut. Den Menschen fürs Leben hatte ich noch nicht gefunden. Aber mir war dennoch schon immer klar: Eines Tages möchte ich Kinder.

Mit 35 habe ich mich intensiv mit dem Thema Social Freezing auseinandergesetzt. Nicht aus Angst, sondern aus Weitsicht. Ich wusste: Wenn ich mir diese Option offenhalten will, muss ich jetzt handeln. Nach zwei Beratungsgesprächen habe ich mich dann dazu entschieden, meine Eizellen einfrieren zu lassen.

Die Eizellentnahme verlief gut, es konnten mehrere Eizellen kryokonserviert werden. Ich erinnere mich noch genau, wie erleichtert ich damals war. Ich hatte keine Garantie, aber ein Gefühl von Kontrolle zurückgewonnen. Ich konnte loslassen und mich weiter auf mein Leben konzentrieren, ohne das Gefühl, gegen eine unsichtbare Uhr anzurennen.

Mit 42 habe ich dann tatsächlich meinen heutigen Partner kennengelernt. Es ging alles ziemlich schnell, aber wir wussten beide, was wir wollten, und dass ein gemeinsames Kind dazugehört. Wir haben es einige Monate auf natürlichem Weg versucht, leider klappte das nicht, wie wir es uns erhofft haben.

Das war schließlich der Moment, an dem ich dachte: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für die Entscheidung damals. Wir entschieden uns, es mit meinen eingefrorenen Eizellen zu versuchen. Frau Dr. Gaßner hat uns durch diesen Prozess begleitet – einfühlsam, klar und immer auf Augenhöhe. Ich kann wirklich sagen: Sie ist die beste Ärztin, die ich je getroffen habe. Sie nimmt sich Zeit, hört zu, erklärt alles mit Geduld und hatte bei mir von Anfang an ein Gespür für die richtige Herangehensweise.

Der erste IVF-Versuch blieb leider erfolglos – das war ein harter Moment. Beim zweiten Versuch hat es dann aber geklappt. Ich war schwanger.

Heute halte ich meine kleine Tochter in den Armen und ich bin jeden Tag dankbar, dass ich damals vorgesorgt habe. Dass ich mir diese Möglichkeit geschaffen habe, ohne mich unter Druck zu setzen.

Für mich war Social Freezing keine Notlösung – sondern eine bewusste Entscheidung für Selbstbestimmung. Ich wünsche mir, dass mehr Frauen wissen: Man muss sich nicht zwischen Karriere, Freiheit und Familie entscheiden.

Wir danken Alva K. für ihre Offenheit.
Wenn auch Sie Ihre Kinderwunsch-Geschichte teilen möchten, schreiben Sie uns an: kinderwunschgeschichten@ivf-muenchen.de
Wir freuen uns auf Ihre Geschichte!